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Donnerstag, 14. November 2013

Quittengelee

Vermutlich das letzte Mal für lange habe ich heuer Quittengelee gekocht, denn leider muss der Baum weg. So lange wie heuer durften die Früchte noch nie am Baum bleiben, das haben sie mit einer schönen Farbe und einem köstlichen Duft gedankt.

Macht jedesmal eine Menge Arbeit, erst jede Frucht abreiben, damit der Flaum weggeht. Dann das Kleinschneiden (ich veranstalte immer mit dem Wiegemesser ein Massaker), das Aufkochen des Kleingehackten mit Vanilleschote um dann schlussendlich den Sud mit Gelierzucker einzukochen.
 Aber die Mühe lohnt sich allemal - obwohl ich die Einzige in der Familie bin, die Quittengelee mag:) Dann bleibt es mir - ein guter Grund, es RUMSEN zu lassen!

Sonntag, 3. Juni 2012

Fliedersirup, oder wenn der lila Flieder wieder blüht

Dass bei uns so manche Abstrusitäten verspeist werden, ist ja schon bekannt. Nach dem Motto "if you can`t beat it, eat it" wird so manchem Unkraut, pardon Wildkraut der Garaus gemacht. Aber nun rück ich auch noch über div. Blüten her.
Heute gibt´s: Fliedersirup



Das Rezept ist ähnlich wie der Hollersirup, die Machart gleich.

6 Blütenrispen (schön abgezupft)
2 l Wasser
800 g Zucker
15 dag Zitronensäure
1/2 Biozitrone
Das Wasser mit Zucker aufkochen, abkühlen lassen, alles in ein Glas füllen und stehen lassen.
Nach ein paar Tagen abseihen und in Flaschen abfüllen. Schmeckt zitronig-frisch und duftet köstlich.
Was macht ich sonst noch aus Flieder: Fliederessenz, Fliederöl zum Einreiben. Nur das Hydrolat kann man vergessen, das riecht einfach nur scheußlich. Ach ja, ich glaube einfach so in die Vase stellen kann man Flieder auch noch;)
Bilder vom Fliederstrauch kann ich leider keine mehr einstellen, aufgrund des Schlechwetters ist er leider für heuer hin.

Freitag, 9. Dezember 2011

Advent, Advent, die Zeit, die rennt

Ohnehin viel zu tun, und dann verplempert man noch Stunden bei so Klitzelkram. Unbedingt mussten sie heuer gemacht werden, natürlich wieder mal was rundes (oder sollten es zumindest werden)

Pralinen mit zehn verschiedenen Füllungen und Dekor, damit jeder was hat davon. Die ersten beiden Sorten gibt es schon nicht mehr, waren Orangen-Marzipan und Nougatpralinen. Auch bei den anderen ist der Schwund enorm:)


Wobei ich selbst nicht der Täter bin, ich kann nix Schokoladiges mehr sehen (mal sehen, wie lange der Zustand anhält)

Den Zustand meiner Küche wollte ich Euch bildlich ersparen, es reicht der Anblick des Schokoschmelzgerätes.

Die letzten sind auch nicht mehr ganz gelungen, da hatte ich schon keine Lust mehr. So, und jetzt gehe ich ein ordentliches Stück Speck essen, als Ausgleich sozusagen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Erntezeit fast vorbei

Heuer hat uns die Natur überreich beschenkt. Die Freude über die ganzen Früchte nimmt bei mir im Laufe des Sommers aber immer etwas ab. Kein Wunder, bis jetzt habe ich ca. 60 kg Früchte nur zu Marmelade verarbeitet, die Säfte, Liköre, Kompotte und sonstiges noch gar nicht mitgerechnet. Und jetzt kamen noch die Kiwis dran. Ich will ja nicht meckern, aber 8! 5l Kübel (ca 40 l) waren mir dann doch zu viel. Ich hatte nach ein paar Kilos Einkoch- und Einweckware keine Lust mehr. Also habe ich rundum verschenkt.
Drei der Kübel habe ich übrigens meinem Kochsohn gebracht (mein Schlehenchutney ist bei ihm leider durchgefallen, er arbeitet an einem neuen Rezept, er ist aber bei meinen Dingen immer überkritisch)

ABER: er hat mich mit einem Kiwirezept der besonderen Art überrascht, saulecker kann ich Euch sagen.
Man nehme: kleingeschnittene Schalotten anschwitzen, Kiwischeibchen dazugeben, kurz andünsten, mit Rotwein und etwas Portwein ablöschen, ein Schuß Reisessig dazu und mit Sternanis etwas Zucker, Salz und Pfeffer würzen.. (die genaue Mengenangabe kann ich Euch leider nicht geben, er wiegt nie etwas ab, das geht alles nach ungefähr bei ihm) dann das ganze kalt werden und ziehen lassen.

Leider hatte ich meinen Fotoapparat vergessen, Ihr müßt Euch das ganze so vorstellen:
Rechteckiger Glasteller, in der Mitte eine Schale aus frittiertem Strudelteig, gefüllt mit Kiwiragout, mit Kiwis und reduziertem Balsamico dekoriert, ein Genuß für Aug und Gaumen

Donnerstag, 29. September 2011

Schlehenlikör

Schlehen waren mir bis jetzt unbekannt. Eine Freundin brachte mir aber vor kurzem ein Fläschchen Schlehenlikör, einfach köstlich kann ich Euch sagen. Dann entdeckte ich, dass die Früchtchen ganz in meiner Nähe wachsen, also hab ich mich auf Beutezug begeben. Der Lohn nach zwei Stunden Pflückerei: eine ordentliche Schüssel voll. Sie wanderte über Nacht in den Tiefkühler, da Schlehen erst nach dem ersten Frost lecker werden. Es war zwar schon sehr kalt bei uns, aber sicher ist sicher.
Am nächsten Tag der Liköransatz: ca 300 g Beeren, etwa 150 g weißer Kandis, eine Bioorange, eine Zimtstange, zwei Kardamomkapseln und eine Vanillestange. Das ganze mit Korn aufgegossen. Jetzt muß der Gute erst mal ruhen.

Die restlichen Beeren habe ich mit kochendem Wasser übergossen, abkühlen lassen, den Sud wieder erhitzt und das ganze drei mal wiederholt. Bei jedem Mal wurde der Absud dunkler. Dann habe ich den Saft mit Gelierzucker  zu Gelee eingekocht, lecker, lecker, kann ich Euch sagen.
Zwei Gläser Chutney hab ich noch aus dem Trester, den ich durch die flotte Lotte gejagt habe, gekocht. Die Beeren bestehen nämlich großteils aus Kern und Schale. Das Chutney muß aber noch von einem Fachmann getestet und für gut befunden werden, bevor ich das Rezept preisgebe. (Fachmann = Koch-Sohnemann)

Dienstag, 7. Juni 2011

Rosenblütengelee

So wird es gemacht: 2 Hände voll Duftrosen, 2-3 ungespritzte Zitronen in 3/4 l Rosewein 1-2 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen,  abseihen, mit 1 Packung Gelierzucker 2:1 laut Angaben kochen (Gelierprobe nicht vergessen, dickt manchmal schwer ein)

Ich verwende immer Blüten der Hunds- oder Kartoffelrose, da ich keine stark duftenden Rosen im Garten habe (und mir diese auch zu schade zum Verkochen wären)