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Dienstag, 3. März 2015

Türkis

Nun habe ich die erste Ladung Kugeln endlich glasiert. Ich habe eine neue Farbe ausprobiert, ein seidenmattes Türkis. Wie üblich habe ich alles in den warmen Wintergarten geschleppt, da mir im Keller einfach zu kalt zum Arbeiten ist.


Dann hab ich wieder Mal einen  Kamikazebrand hingelegt;) Jeder "normale" und ordentliche Keramiker macht bei neuen Glasuren immer Probestücke, damit er sieht, wie die Glasur reagiert, ob sie abläuft, welches die ideale Temperatur ist. Das ist mir immer zu langwierig und umständlich und so habe ich gleich den Ofen bestückt, alles im selben Türkis.
 Auf 1235 Grad habe ich den Ofen dann aufgeheizt, und die Wartezeit bis der Ofen wieder abgekühlt war wurde furchtbar lang. Denn sollte die Glasur doch abrollen, habe ich wieder Mal versaute Brennplatten. Mein Mann flucht mir immer das Kreuz ab, wenn er dann die angepappten Stücke von den Platten flexen darf. Meist sind die Teile dann hin und die Platten darf ich dann stundenlang mit dem Dremel bearbeiten, bis alle Glasurreste abgeschliffen sind.
 
 So war die Spannung dann recht groß, als ich einen Blick in den Ofen warf, und ich war entzückt:)
Nichts ist abgeronnen, nichts ist angepeppt, die Glasur schön ausgeschmolzen. Eine wunderschöne Farbe, mit leichten Schattierungen und Nuancen
 Aber in totale Begeisterung bin ich verfallen, als ich die Pinienzapfen aus dem Ofen holte. Oben heller,nach unten etwas dunkler türkis, schön deckend glasiert bis zum unteren Rand des Fußes - ich bin restlos glücklich mit den Beiden, sodass ich sie unbedingt am Creadienstag und bei Mertje herzeigen möchte
 Bis ich jedoch die Kugeln zu Stehlen zusammenbauen kann wird es leider noch etwas dauern....


Dienstag, 17. Februar 2015

Im Kugelwahn

Rund ist die perfekte Form. Kein Anfang, kein Ende, kein Oben und Unten, keine Ecken und Kanten. Aber da ich kein Perfektionist bin, sind meine Kugeln auch nicht rund. Zumindest nicht ganz. Weder meine Glasperlen, noch meine Keramikkugeln. Nichtsdestotrotz liebe ich diese Form. So habe ich zur Abwechslung wieder mal mit Ton gespielt.


Es sind - bis jetzt - 3 Kugeln mit einem Durchmesser von 35 cm entstanden. Die Dinger sind ganz schön schwer, fast 10 kg Ton brauche ich für eine Kugel.

 Nun müssen sie  im Keller langsam trocknen, bevor sie in den Ofen kommen.
Zwar nicht sehr creativ, ich hoffe es reicht aber für den Creadienstag und für Meertje;)

Mittwoch, 24. September 2014

Rise like a Phönix

Lange, lange habe ich Nichts mehr von mir hören lassen. Der Grund war leider nicht sehr erfreulich. Als "Weihnachtsgeschenk" bekam ich eine nicht sehr erfreuliche Diagnose. Alles in allem habe ich jetzt 8 Monate Operationen und Therapien hinter mir. Aber nun blicke ich ganz positiv in die Zukunft, und hoffe, dass alles ausgestanden ist.

Meine Familie war in dieser Zeit einfach großartig. Meine Kinder halfen meinem Mann in unserem Betrieb wo sie konnten, sogar meine Mutter mit ihren 85 Jahren half bis zum Umfallen, damit ich mich ganz in Ruhe auf´s Gesundwerden konzentrieren konnte. Das Schöne an dieser Zeit war die Erkenntnis, dass die Familie in Krisenzeiten zusammenhält und dass es Freunde gibt, auf die man sich bedingungslos verlassen kann.

Seit einem Monat bin ich also fertig, aber das Wieder-bloggen-anfangen ist anscheinend schwieriger als gedacht. Über meine Erkrankung wollte ich nicht schreiben, Seife habe ich seit über einem Jahr nicht gesiedet, aber zumindest einige Glas- und Keramikarbeiten kann ich vorweisen;)





Dienstag, 15. Oktober 2013

erste Weihnachtsbäckerei

Es hat geschneit. Das ist eigentlich immer so der Startschuss für die Weihnachtsbäckerei. Heuer zwar sehr früh, aber alte Traditionen soll man ja pflegen. Also hab ich mal mit Sternen begonnen:

 Nun, diese Kekse sind ungenießbar, aber nicht dass Ihr nun denkt, ich wäre so eine schlechte Bäckerin,  sie sind aus Ton (ungebrannt könnte man sie glatt mit Lebkuchen verwechseln) und für Deko und als Geschenksanhänger gedacht.
So, da heute Creadienstag ist, werde ich sie nun noch ganz creativ glasieren, Pinsel und Farbe stehen schon bereit! 

Dienstag, 28. Mai 2013

Zwerg oder Gnom?

Vor kurzem durfte ich das erste Mal bei einem Keramikkurs assistieren, da sich meine Freundin verletzt hatte und nur bedingt einsatzfähig war.
Das ist dabei rausgekommen: 

                                    ein kleiner Kerl, den wir als Vorzeigeobjekt gefertigt haben.
               nun sitzt er vor dem Haus, und jeder der vorbeigeht freut sich daran.
         ich bin mir blos nicht sicher, ist es nun ein Zwerg, ein Gnom oder gar ein Kobold????
                                                       Namen hat er auch noch keinen.




 damit er nicht so allein ist, habe ich noch ein paar Seifenzwerge gesiedet. Die müssen aber im Haus bleiben, sie sind nicht wetterfest;)
Genau das Richtige für den heutigen Creadienstag und für link my stuff

Dienstag, 16. April 2013

Schweinereien

Mir war mal wieder nach Tonarbeiten, und so ist ein kleines Schweinchen aus dem Brennofen gehüpft.
Eigentlich hätte es ja ein ganzer Wurf werden sollen, aber es hat doch einige Stunden gedauert, bis dieses Eine auf der Welt war - und so muss es bis auf weiteres ein Einzelkind bleiben.
                                      
 Einige Elefantengene dürften sich auch noch eingeschlichen haben - bei den Segelohren;)  (man beachte auch, wie viel Schnee wir noch im Garten haben!)
 macht nix, es darf trotzdem durch den Creadienstag wuzzeln.....
....und bei link your stuff hat es auch noch seinen Auftritt

Dienstag, 26. März 2013

Sehnsucht nach Frühling

Es ist kalt und grauslig, weit und breit kein Frühling in Sicht. Da muss man wohl mit den Frühlingsfarben etwas nachhelfen. Für mich etwas untypische Farben, aber sie machen mich fröhlich.





....und ich mache das erste Mal beim Creadienstag und bei Link your Stuff mit. Ich finde, das ist eine tolle Gelegenheit, seine selbstgemachten Dinge zu präsentieren.

Ganz ehrlich - heute habe ich nur den letzten Schliff gemacht und gefädelt. Denn wie Ihr ja wisst, an einem einzigen Tag schafft man keinen Keramikschmuck (formen, trocknen, brennen, glasieren, brennen, montieren). Mit dem Ergebnis bin ich aber trotzdem zufrieden.
Ich wünsche Euch eine schöne restliche Osterwoche

Mittwoch, 18. April 2012

mal wieder gerakult


Raku brennen macht einfach Spaß, und jedesmal ist es eine Überraschung.
Auch wenn man glaubt, man weis, welche Farbe rauskommt, ich bin jedesmal auf Neue erstaunt, welche Variationen möglich sind.   

Bei allen Teilchen habe ich nur zwei verschiedene Farben verwendet, und beides waren türkistöne


von grün, über blau bis kupfer und beige ist alles dabei. Jetzt warten sie nur noch auf die Endverarbeitung

Mittwoch, 21. September 2011

Mäuse braucht man immer

Was macht man, wenn es draußen kalt und grauselig ist? Man kuschelt sich an den warmen Ofen, steckt seine Hand aus, öffnet den Deckel, greift hinein - und heraus kommt das:
Familie Maus hat sich bei uns einquartiert.
....und natürlich wieder Seifenschalen (wer braucht denn die Dinger blos aller?)

...ein paar Dekoteilchen,
...und natürlich nochmal Seifenschalen.
Heute morgen gab´s erstmals starken Morgenfrost. Die heiklen Blumen stehen alle schon im Wintergarten, der Rest friert nahe der Hausmauer unter einem Flies. Ob, und welchen Schaden der frühe Wintereinbruch angerichtet hat, wird sich erst im laufe der nächsten Tage zeigen.
Heute ist wieder superschönes Wetter, und die Ballone konnten erstmals wieder steigen. Diese Woche ist nämlich Balloncup und der Himmel hängt voller - nicht Geigen, sondern Ballone
Ich wünsche Euch allen einen schönen Herbsttag.

Montag, 5. September 2011

Gut Ding braucht lang Weil

Ja, ja, was lange währt, wird endlich gut. Während unseres Urlaubs im Mai habe ich damit angefangen, (normale Leute nehmen sich sich ein Buch mit in den Urlaub, oder Kreuzworträtsel, ich hatte das halbe Auto voll Töpfersachen - ein Glück, dass ich ein großes Auto habe und einen Ehemann, der mit stoischer Ruhe meine Extrawürste erträgt)  heute habe ich mein "Kunstwerk" endlich vollendet.
Eine Gartenstehle ca. 1,60 m hoch. Ich geb´s ja zu, sie ist nicht ganz gerade und auch nicht regelmäßig, aber sie steht auch noch nicht auf ihrem endgültigem Platz. - und gerade kann doch jeder, oder? 
- und in meinem Wildwuchsgarten würde so was ganz Exaktes auch gar nicht hinpassen. Und weil´s so viel Spaß macht, hab ich noch eine in Arbeit (wird aber wahrscheinlich nicht vor Weihnachten fertig)

Sonntag, 12. Juni 2011

Die Entstehung von Keramikperlen

Ich wollte euch mal kurz mitnehmen in meine Werkstatt.Ihr könnt mir bei der Entstehung von Keramikperlen über die Schulter schauen.
Der weite Weg vom Ton zur Perle.

Hier färbe ich den Ton mit Farbpigmenten ein.

Die eingefärbten Tonstücke stapel ich übereinander,

und walze sie flach.

dann platt ausgerollt, Dicke ca 0,5 cm

mit den Fingern zu gleichmäßigen Kugeln gerollt, und durch die Mitte mit einem Holzspieß ein Loch gebohrt (ist die kniffligste Arbeit, einerseits die Mitte zu treffen, andererseits die Kugel nicht zu verdrücken)

nach dem Trocknen werden die Kugeln an den Bohrlöchern kurz abgeschliffen.

die Löcher müssen ganz sauber gearbeitet sein, sonst hat man später Probleme mit der Weiterverarbeitung.
auch alle platten Schmuckteile müssen von allen Seiten geschliffen werden.

hier z.B. ein kleines Herzchen, dessen Spitze entschärft wird.


Beim ersten Brand dem sog. Schrühbrand bei 950 Grad ist es noch
nicht so tragisch, wie die Teilchen in den Ofen kommen. Sie dürfen sich berühren, können auch übereinander liegen. Der Schrühbrand dauert mit Abkühlen ca 24 Stunden.

Auf ein Spießchen gesteckt, werden sie in die Glasur getaucht.
Das Loch muß frei von Glasur sein, das ist sehr wichtig, sonst kleben die Perlen beim 2. Brand am Draht fest und sind kaputt.
Das Einräumen des Ofens für den Glasurbrand bei 1090 (Niederbrand) oder 1250 (Hochbrand) ist eine Geduldsprobe. Keine Perle darf an die andere anstoßen, sonst kleben sie zusammen. Keine Glasur darf auf den Drähten sein, ebenso darf nichts am Rand anstehen. Fällt ganz zum Schluß eine Perle in den Ofen, darf man alles wieder ausräumen, das Ganze beginnt von Neuem. (alles schon dagewesen). Der Glasurbrand dauert inc. Abkühlphase ca.36 Stunden.
Erst dann sieht man die Farben so richtig, das Öffnen des Ofens ist immer wieder sehr spannend.
Heraus kommt dann eine Hand voll Perlen.
und jede sieht anders aus, manche sind ganz leicht unrund, bei manchen ist das Loch etwas schief, aber das macht das "handmade" aus, ich finde sie alle wunderschön.
 Hier noch mal platte Teilchen, für Ohrhängerchen und feine Kettchen.
 ....und noch mal eine Farbvariation
Der Rest ist dann nur mehr eine Spielerei.